{"id":21244,"date":"2026-10-09T12:21:00","date_gmt":"2026-10-09T10:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ivienna.info\/?p=21244"},"modified":"2026-10-09T12:27:40","modified_gmt":"2026-10-09T10:27:40","slug":"wiener-strassentheater-und-performancekultur-vom-barock-bis-zu-modernen-festivals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ivienna.info\/de\/eternal-21244-wiener-strassentheater-und-performancekultur-vom-barock-bis-zu-modernen-festivals","title":{"rendered":"Wiener Stra\u00dfentheater- und Performancekultur: Vom Barock bis zu modernen Festivals\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Menschen verbinden <a href=\"https:\/\/ivienna.info\/de\/eternal-15626-aussergewoehnliches-architektonisches-erbe-wiens\">Wien<\/a> mit monumentaler klassischer Musik, den prunkvollen R\u00e4umlichkeiten der Staatsoper und eleganten Walzern \u2013 doch die wahre Seele dieser Stadt pulsierte schon immer auf ihren Stra\u00dfen. Von den prachtvollen kaiserlichen Prozessionen bis hin zu zeitgen\u00f6ssischen multikulturellen Festivals dienten die \u00f6ffentlichen R\u00e4ume der \u00f6sterreichischen Bundeshauptstadt K\u00fcnstlern aller Genres als Freilichtb\u00fchne. Stra\u00dfentheater und Performances in <a href=\"https:\/\/viennaka.eu\/de\/eternal\/top-7-saloniv-krasy-u-vidni\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wien<\/a> sind keineswegs nur saisonale Unterhaltung, sondern eine tief verwurzelte historische Tradition, die das soziokulturelle Gesicht der Stadt \u00fcber Jahrhunderte hinweg gepr\u00e4gt hat. In diesem Artikel auf <a href=\"https:\/\/ivienna.info\/de\">ivienna.info<\/a> begeben wir uns auf eine Zeitreise und erkunden, wie sich die Kultur der Freilichtschauspiele von den derben Sp\u00e4\u00dfen barocker Narren bis zu den heutigen Gro\u00dffestivals entwickelt hat, die Hunderttausende Besucher aus aller Welt anziehen.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_74 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-custom ez-toc-container-direction\">\n<label for=\"ez-toc-cssicon-toggle-item-6ac9667051346\" class=\"ez-toc-cssicon-toggle-label\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/label><input type=\"checkbox\"  id=\"ez-toc-cssicon-toggle-item-6ac9667051346\"  aria-label=\"Toggle\" \/><nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/ivienna.info\/de\/eternal-21244-wiener-strassentheater-und-performancekultur-vom-barock-bis-zu-modernen-festivals\/#Wiener_Strassentheater_und_Performances_im_Barockzeitalter\" >Wiener Stra\u00dfentheater und Performances im Barockzeitalter<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/ivienna.info\/de\/eternal-21244-wiener-strassentheater-und-performancekultur-vom-barock-bis-zu-modernen-festivals\/#Das_19_Jahrhundert_in_Wien_Vergnuegungen_im_Prater_und_der_Wandel_der_Volksschauspiele\" >Das 19. Jahrhundert in Wien: Vergn\u00fcgungen im Prater und der Wandel der Volksschauspiele<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/ivienna.info\/de\/eternal-21244-wiener-strassentheater-und-performancekultur-vom-barock-bis-zu-modernen-festivals\/#Moderne_Strassentheater_und_Performances_Das_Festivalleben_der_oesterreichischen_Hauptstadt\" >Moderne Stra\u00dfentheater und Performances: Das Festivalleben der \u00f6sterreichischen Hauptstadt<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/ivienna.info\/de\/eternal-21244-wiener-strassentheater-und-performancekultur-vom-barock-bis-zu-modernen-festivals\/#Der_Einfluss_der_Strassenkunst_auf_das_Wiener_Kulturprofil\" >Der Einfluss der Stra\u00dfenkunst auf das Wiener Kulturprofil<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wiener_Strassentheater_und_Performances_im_Barockzeitalter\"><\/span>Wiener Stra\u00dfentheater und Performances im Barockzeitalter<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-141386\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das barocke Wien war eine Epoche frappierender gesellschaftlicher Gegens\u00e4tze: Das strenge Hofzeremoniell der Habsburger-Dynastie existierte Seite an Seite mit dem lebendigen, unb\u00e4ndigen Volksleben auf den Pl\u00e4tzen der Stadt. Genau in dieser Zeit, an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert, bildeten sich Stra\u00dfentheater und Performances als eigenst\u00e4ndiges Ph\u00e4nomen heraus und wurden zur wichtigsten Unterhaltungsquelle f\u00fcr die einfachen B\u00fcrger. Die zentrale Figur dieser einzigartigen Theaterkultur war Josef Anton Stranitzky, der Sch\u00f6pfer der legend\u00e4ren komischen Figur Hanswurst. Im traditionellen Gewand eines Salzburger Bauern mit gr\u00fcnem Hut verk\u00f6rperte der Hanswurst pure volkst\u00fcmliche Lebensfreude: Er a\u00df und trank f\u00fcr sein Leben gern, machte den Frauen den Hof und nahm kein Blatt vor den Mund. Seine Auftritte basierten vor allem auf reiner Stegreifkom\u00f6die, wodurch der begabte Schauspieler blitzschnell auf Zurufe aus dem Publikum reagieren und das aktuelle Zeitgeschehen scharfz\u00fcngig kommentieren konnte. Die damaligen Stra\u00dfentheater und Performances fanden meist auf improvisierten Holzpodesten auf Pl\u00e4tzen wie dem Neuen Markt oder dem Hohen Markt statt. Bei dem allgegenw\u00e4rtigen Stra\u00dfenl\u00e4rm erforderte dies enormes schauspielerisches K\u00f6nnen, ausdrucksstarke Mimik und eine durchdringende Stimme. Der Hanswurst erfreute sich in allen Bev\u00f6lkerungsschichten so gro\u00dfer Beliebtheit, dass er schlie\u00dflich von den staubigen Stra\u00dfen in feste Theatergeb\u00e4ude wie das K\u00e4rntnertortheater \u00fcbersiedelte. Die freie Improvisation und der bisweilen derbe Humor stie\u00dfen jedoch bei den Verfechtern der akademischen Hochkultur auf scharfe Kritik. In der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts initiierte Joseph von Sonnenfels, ein prominenter Vertreter der \u00f6sterreichischen Aufkl\u00e4rung, eine rigorose Zensurkampagne, um die Stegreifkom\u00f6die und den Hanswurst von den offiziellen Wiener B\u00fchnen zu verbannen und das deutschsprachige Theater von sogenannter Vulgarit\u00e4t zu reinigen. Dieser Schritt veranlasste zahlreiche K\u00fcnstler, erneut auf die Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze zur\u00fcckzukehren und sich fahrenden Truppen anzuschlie\u00dfen. Dadurch festigten sie die Tradition einer unabh\u00e4ngigen Stra\u00dfenkunst, die frei von staatlicher Zensur und aristokratischen Konventionen blieb.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_19_Jahrhundert_in_Wien_Vergnuegungen_im_Prater_und_der_Wandel_der_Volksschauspiele\"><\/span>Das 19. Jahrhundert in Wien: Vergn\u00fcgungen im Prater und der Wandel der Volksschauspiele<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-141388\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine regelrechte Revolution der Wiener Volksunterhaltung setzte ein, als Kaiser Joseph II. im Jahr 1766 das kaiserliche Jagdrevier Prater f\u00fcr die Allgemeinheit freigab. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wandelte sich dieses weitl\u00e4ufige Areal rasch zum Epizentrum des volkst\u00fcmlichen Freizeitvergn\u00fcgens, wo Stra\u00dfentheater und Darbietungen eine neue, ungleich gr\u00f6\u00dfere Heimat fanden. Jener Teil des Parks, in dem sich Fahrgesch\u00e4fte, Jahrmarktsbuden und Freiluftb\u00fchnen konzentrierten, wurde im Volksmund als \u201eWurstelprater\u201c bekannt. Die Biedermeierzeit und die sp\u00e4tere rasant fortschreitende Industrialisierung ver\u00e4nderten das demografische Gef\u00fcge der Stadt grundlegend: Tausende Arbeiter aus allen Teilen des Reiches str\u00f6mten nach Wien und suchten nach harten Schichten nach bezahlbarer und leicht verst\u00e4ndlicher Zerstreuung. Folglich passten sich Stra\u00dfentheater und Schausteller den neuen Gegebenheiten an und boten kurze, visuell eindrucksvolle <a href=\"https:\/\/viennatrend.eu\/de\/eternal-1123-teatralna-istoriya-vidnya\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auff\u00fchrungen<\/a>: mitrei\u00dfende Pantomimen, mystische Auftritte von Fakiren, virtuose Jonglagen, Kraftakrobatik sowie Darbietungen von Wandermusikanten. Der Prater wurde zu einem Ort, an dem soziale Barrieren vor\u00fcbergehend fielen \u2013 gleicherma\u00dfen fasziniert verfolgten Handwerker wie wohlhabende B\u00fcrger beim Spaziergang unter den Kastanienb\u00e4umen die Kunstst\u00fccke der Zauberer und Werkelmann-Spieler (Drehorgelspieler). Zudem traten in der Wiener Innenstadt B\u00e4nkels\u00e4nger auf, die ihre Balladen mit gro\u00dfen illustrierten Bildtafeln untermalten. Die Wiener Weltausstellung von 1873 im Prater verst\u00e4rkte die Internationalisierung dieser Unterhaltungsformen weiter, da sie Artisten aus ganz Europa anzog. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts veranlasste der zunehmende Fuhrwerks- und Stra\u00dfenverkehr die Stadtverwaltung jedoch dazu, \u00f6ffentliche Darbietungen strenger zu reglementieren, wodurch spontane Stra\u00dfentheater und Performances zunehmend an die Peripherie gedr\u00e4ngt wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Moderne_Strassentheater_und_Performances_Das_Festivalleben_der_oesterreichischen_Hauptstadt\"><\/span>Moderne Stra\u00dfentheater und Performances: Das Festivalleben der \u00f6sterreichischen Hauptstadt<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"741\" height=\"414\" src=\"https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-10.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21231\" srcset=\"https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-10.jpeg 741w, https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-10-300x168.jpeg 300w, https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-10-696x389.jpeg 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 741px) 100vw, 741px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute z\u00e4hlt Wien zweifellos zu den attraktivsten und gastfreundlichsten St\u00e4dten Europas f\u00fcr Stra\u00dfenk\u00fcnstler. Zeitgen\u00f6ssische Stra\u00dfentheater und Performances werden von der Stadtverwaltung keineswegs an den Rand gedr\u00e4ngt, sondern sind integraler Bestandteil der st\u00e4dtischen Kultur- und Tourismusstrategie. Der Stadt ist es gelungen, eine harmonische Balance zwischen der Lebensqualit\u00e4t der Anrainer und der k\u00fcnstlerischen Entfaltungsfreiheit zu finden. Wer beispielsweise an repr\u00e4sentativen Orten wie dem Stephansplatz auftreten m\u00f6chte, muss eine Pr\u00fcfung bestehen und eine offizielle Platzkarte erwerben \u2013 dies garantiert ein hohes k\u00fcnstlerisches Niveau des akustischen Stadtbildes. Avantgardistischere und experimentellere Darbietungen finden hingegen im MuseumsQuartier (MQ) ihr aufgeschlossenes Publikum, wo eine betont ungezwungene, jugendliche Atmosph\u00e4re herrscht. Der wohl bemerkenswerteste Aspekt der modernen Wiener Kulturlandschaft ist jedoch ihre vielseitige Festivalkultur, die gew\u00f6hnliche Stra\u00dfen regelm\u00e4\u00dfig in riesige Open-Air-B\u00fchnen verwandelt. Die folgende Tabelle bietet einen \u00dcberblick \u00fcber die bedeutendsten regelm\u00e4\u00dfigen Veranstaltungen, die das Gesicht der Wiener Stra\u00dfenkunst pr\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong>Name des Festivals<\/strong><\/td><td><strong>Hauptspielorte<\/strong><\/td><td><strong>Programmschwerpunkte und Besonderheiten<\/strong><\/td><td><strong>Veranstaltungszeitraum<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Buskers Festival Wien<\/td><td>Karlsplatz<\/td><td>Internationales Stra\u00dfenkunstfestival, das seit 2011 stattfindet. Es vereint freie Stra\u00dfentheater und Performances, Akrobaten, Zauberer und Musiker aus aller Welt. Die Auff\u00fchrungen finden unter freiem Himmel statt.<\/td><td>September<\/td><\/tr><tr><td>Kultursommer Wien<\/td><td>\u00d6ffentliche R\u00e4ume in verschiedenen Wiener Bezirken<\/td><td>Kostenloses Kulturprogramm mit zeitgen\u00f6ssischem Tanz, Kabarett, Theater und Zirkus. Ziel ist die Dezentralisierung von Kunst und Kultur abseits des historischen Stadtkerns.<\/td><td>Juli \u2013 August<\/td><\/tr><tr><td>ImPulsTanz<\/td><td>MuseumsQuartier, Burgtheater und \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze<\/td><td>Eines der weltweit gr\u00f6\u00dften Festivals f\u00fcr zeitgen\u00f6ssischen Tanz. Es verl\u00e4sst regelm\u00e4\u00dfig klassische S\u00e4le und bindet das Publikum durch interaktive Performances direkt im urbanen Raum ein.<\/td><td>Juli \u2013 August<\/td><\/tr><tr><td>Donauinselfest<\/td><td>Donauinsel<\/td><td>Das gr\u00f6\u00dfte Open-Air-Festival der Welt bei freiem Eintritt. Neben Konzerten umfasst es feste B\u00fchnen f\u00fcr Kabarett, Comedy und theatrale Inszenierungen und kn\u00fcpft so an die Tradition der Wiener Volksfeste an.<\/td><td>Juni<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Erw\u00e4hnung verdient in diesem Zusammenhang das Buskers Festival am Karlsplatz, das die Wertsch\u00e4tzung der Stadt f\u00fcr die freie Stra\u00dfenkunst eindrucksvoll unter Beweis stellt. Hier gibt es keine Trennung zwischen erh\u00f6hter B\u00fchne und Parkett: Die Zuschauer sitzen unkompliziert auf dem Pflaster oder den Rasenfl\u00e4chen, w\u00e4hrend die Artisten auf Augenh\u00f6he agieren. Ihre Gage erspielen sie sich im traditionellen Hut \u2013 ganz so, wie es ihre historischen Vorl\u00e4ufer vor Jahrhunderten auf den Marktpl\u00e4tzen der Residenzstadt taten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Der_Einfluss_der_Strassenkunst_auf_das_Wiener_Kulturprofil\"><\/span>Der Einfluss der Stra\u00dfenkunst auf das Wiener Kulturprofil<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-11.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21234\" srcset=\"https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-11.jpeg 2048w, https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-11-300x200.jpeg 300w, https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-11-768x512.jpeg 768w, https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-11-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/cdn.ivienna.info\/wp-content\/uploads\/sites\/68\/2026\/10\/image-11-696x464.jpeg 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einfluss von Stra\u00dfentheatern und Performances auf das weltweite Image <a href=\"https:\/\/viennaname.eu\/de\/eternal-2469-zhyttya-v-eko-styli-u-vidni\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wiens<\/a> kann kaum \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Die Stadt, die aufgrund ihres monumentalen Architekturerbes leicht zur reinen Museumskulisse erstarren k\u00f6nnte, bleibt gerade dank der Stra\u00dfenk\u00fcnstler ein lebendiger, wandlungsf\u00e4higer und zeitgem\u00e4\u00dfer Organismus. Diese positive Wirkung spiegelt sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen und urbanen Dimensionen wider:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Demokratisierung und Inklusivit\u00e4t der Kunst: Zeitgen\u00f6ssische Stra\u00dfentheater und Performances bauen Hemmschwellen und elit\u00e4re Barrieren ab. Nicht jeder Bewohner oder Gast der Stadt kann oder m\u00f6chte teure Karten f\u00fcr das Burgtheater erwerben. Auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen hingegen kann jeder Passant spontan verweilen und Teil des Geschehens werden, was erstklassige Kultur f\u00fcr s\u00e4mtliche Alters- und Gesellschaftsschichten erlebbar macht.<\/li>\n\n\n\n<li>Belebung des \u00f6ffentlichen Raums: Kunst unter freiem Himmel verwandelt profane Durchgangszonen wie U-Bahn-Vorpl\u00e4tze oder Parkfl\u00e4chen in Orte des Austauschs und der Begegnung. Menschen kommen ins Gespr\u00e4ch und teilen Momente der Freude, was der Anonymit\u00e4t der Gro\u00dfstadt wirkungsvoll entgegenwirkt.<\/li>\n\n\n\n<li>Wirtschaftliche und touristische Impulse: Stra\u00dfenkunstfestivals ziehen kulturinteressierte Reisende an, die nach authentischen Erlebnissen suchen. Die lebendige Freiluftatmosph\u00e4re verleitet zum Verweilen, regt Besuche umliegender Lokale an und st\u00e4rkt somit nachhaltig die lokale Gastronomie und den Einzelhandel.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00f6rderung unabh\u00e4ngiger und junger Talente: F\u00fcr viele Absolventen renommierter Ausbildungsst\u00e4tten wie der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien bietet die Stra\u00dfe das ideale Experimentierfeld. Sie erm\u00f6glicht ein ungefiltertes, direktes Feedback des Publikums und erlaubt es Nachwuchsk\u00fcnstlern, ihre Fertigkeiten ohne den Druck kommerzieller Vorgaben weiterzuentwickeln.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung der Wiener Stra\u00dfenkunst erweist sich somit als kontinuierlicher und faszinierender historischer Weg. Von den derben Scherzen des Hanswursts auf dem Neuen Markt bis hin zu avantgardistischen Tanzperformances im MuseumsQuartier spiegelten Stra\u00dfentheater stets die gesellschaftlichen Str\u00f6mungen ihrer Zeit wider. Sie sind der lebendige Beweis daf\u00fcr, dass sich echte Kunst nicht hinter vergoldeten Mauern einsperren l\u00e4sst: Sie findet stets ihren Weg zu den Menschen und verwandelt das Wiener Pflaster in die authentischste B\u00fchne der Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Josef_Anton_Stranitzky\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.geschichtewiki.wien.gv.at\/Josef_Anton_Stranitzky<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.praterwien.com\/prater\/geschichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.praterwien.com\/prater\/geschichte<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.kultursommer.wien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.kultursommer.wien<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen verbinden Wien mit monumentaler klassischer Musik, den prunkvollen R\u00e4umlichkeiten der Staatsoper und eleganten Walzern \u2013 doch die wahre Seele dieser Stadt pulsierte schon immer auf ihren Stra\u00dfen. 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