10 Mai 2026

Die Geschichte des Wiener Ernst-Happel-Stadions

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Die Frage des Baus eines zentralen Sportstadions wurde von der Wiener Stadtverwaltung bereits 1915 erörtert. Von Anfang an war klar, dass es keine monumentale Fassade oder eine Pferderennbahn auf dem Gelände geben sollte. Das neue Stadion sollte verschiedene Sportdisziplinen vereinen, vor allem Radsport, Fußball und Leichtathletik, schreibt ivienna.info.

Die Entscheidungsfindung

Lange Zeit konnte sich die Stadtverwaltung nicht für einen Standort für das neue Stadion entscheiden. Zu dieser Zeit gab es in der Stadt noch keine Stadien; selbst das erste Fußballspiel wurde auf einem Sportplatz auf der „Jesuitenwiese“ ausgetragen. Bemerkenswert ist, dass das erste offizielle Fußballspiel in der Stadt am 25. November 1894 zwischen dem „Vienna Cricket and Football-Club“ und dem „Vienna Football-Club“ stattfand. Die Partie endete mit einem Ergebnis von 4:1 zugunsten des „Vienna Football-Club“.

Was den Bau des Zentralstadions betrifft, so fiel die Wahl des Standorts nach langer Debatte schließlich auf das Gelände des Praters. Bereits am 11. Mai 1929 erteilte der Wiener Gemeinderat den offiziellen Auftrag zum Bau des Stadions an diesem Ort.

Anschließend wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den der deutsche Architekt Otto Schweizer für sich entschied. Er entwarf nicht nur eine große Sportarena, sondern ein multifunktionales Sportzentrum, das ein Schwimmbad, eine Radrennbahn, Tennisplätze, Sporthallen und eine Bibliothek umfasste. Die Bauzeit betrug 23 Monate.

Eröffnung und Entwicklung des Stadions

Am 11. Juni 1993 wurde das Wiener Stadion feierlich mit der Zweiten Arbeiterolympiade eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt wurden das Schwimmbad und die Radrennbahn in Betrieb genommen. Über 100.000 Menschen aus ganz Europa reisten zur großen Eröffnungsfeier an. Innerhalb einer Woche fanden im Stadion 117 Wettbewerbe statt. Die entscheidenden Handball- und Fußballspiele verfolgten 65.000 Zuschauer von den Tribünen aus. Das Wiener Stadion präsentierte mit großer Ehre Sportwettkämpfe, an denen die besten Athleten der damaligen Zeit teilnahmen, und war bereit für die Austragung von Fußballspielen.

In der Nachkriegszeit erfreuten sich Sportveranstaltungen und Boxkämpfe in Wien großer Beliebtheit. Infolgedessen entstand der dringende Bedarf, das Stadion zu erweitern. 1956 wurde ein dritter Rang errichtet, wodurch die Kapazität auf 91.150 Personen anstieg. Die Eröffnung dieses riesigen Bauwerks fand während des Europapokalspiels zwischen Rapid und Real Madrid statt.

1959 erfolgte eine weitere umfassende Rekonstruktion. In dieser Zeit wurde im Stadion ein Zuschauerrekord aufgestellt. Im Oktober 1960 versammelten sich über 90.000 Zuschauer auf den Tribünen, um den 3:0-Sieg der österreichischen Nationalmannschaft gegen Spanien zu sehen. Zum Spiel kamen 90.726 Zuschauer, was einen neuen Besucherrekord darstellte.

1984 begann eine erneute Rekonstruktion des Praterstadions. Dabei wurden die Hauptkonstruktionen und die Überdachung saniert sowie die Sitzplätze erneuert. Das zentrale Element des großen Bauprojekts war das Dach, das nach einem speziellen Entwurf realisiert wurde.

Das elliptische Dach mit einem Überhang von rund 50 Metern zur Stadionmitte wurde eines der breitesten der Welt (277 m x 223 m). Zudem wurde die Flutlichtanlage verbessert, die nicht mehr aus Masten bestand, sondern in das neue Dach integriert wurde.

1993 wurde das Praterstadion in „Ernst-Happel-Stadion“ umbenannt. Ernst Happel war Trainer der österreichischen Nationalmannschaft.

2013 wurde das Ernst-Happel-Stadion für die Fußball-Europameisterschaft vorbereitet, die Österreich gemeinsam mit der Schweiz ausrichtete. Seitdem verfügt das Stadion über ein elektronisches Zugangssystem und eine zusätzliche Sitzreihe. Dank der neuen Anzeigetafel und der verbesserten Flutlichtanlage wurde es für die Zuschauer noch einfacher, jedes Spiel zu verfolgen.

Das moderne Ernst-Happel-Stadion erfreut sich großer Beliebtheit bei Menschen aus aller Welt. Hier finden regelmäßig Wettbewerbe in verschiedenen Disziplinen und Fußballspiele statt.

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