Der Vienna City Marathon gilt als einer der prestigeträchtigsten in Europa. Jedes Jahr zieht er Tausende von Läufern aus aller Welt an und ist für jeden etwas Besonderes. Seit seinen Anfängen bis heute hat diese Veranstaltung eine sehr interessante Geschichte, die Wiens Engagement für einen gesunden Lebensstil, sportliche Leistungen und gesellschaftliches Engagement unter Beweis stellt, schreibt ivienna.info.
Wie alles begann

Der erste Vienna City Marathon fand 1984 statt. Damals nahmen nur 794 Personen teil. Zu dieser Zeit war Laufen in Österreich noch kein populärer Sport, und außerhalb Wiens wusste kaum jemand von dem Lauf. Trotzdem waren die Organisatoren fest entschlossen, Erfolg zu haben, und arbeiteten unermüdlich daran, ihn zu bewerben und eine große Anzahl von Läufern anzuziehen.
Ihre Bemühungen zahlten sich aus, und bald erlangte der Vienna City Marathon den Ruf einer gut organisierten und spannenden Veranstaltung. Anfang der 1990er Jahre nahmen bereits mehrere Tausend Athleten am Lauf teil, und er wurde zu einem festen Bestandteil der internationalen Marathonszene. Heute versammelt der Marathon mehr als 40.000 Athleten aus über 130 Ländern, was ihn zu einem der größten der Welt macht.
Besonderheiten des Wiener Marathons

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg dieser Veranstaltung ist das Bestreben der Stadt, den Teilnehmern ein erstklassiges Lauferlebnis zu bieten. Die Strecke ist für ihre malerische Schönheit bekannt. Sie führt durch die historischen Straßen Wiens, vorbei an berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Stephansdom, der Staatsoper und dem Prater. Während des gesamten Laufs gibt es für die Athleten mehrere Versorgungsstationen, die es ihnen ermöglichen, ihre Motivation und Hydration auf der 42 Kilometer langen Strecke aufrechtzuerhalten.
Eine weitere wichtige Besonderheit des Marathons ist sein gesellschaftliches Engagement. Der Lauf zieht nicht nur Spitzenathleten und erfahrene Läufer an, sondern auch ganz normale Menschen aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten. Die Organisatoren haben es geschafft, eine inklusive Atmosphäre zu schaffen, die den Lauf zu einem wichtigen Ereignis für sowohl die Wiener als auch die Gäste der Stadt macht. Während des Marathon-Wochenendes am Samstag und Sonntag findet eine Reihe von Begleitveranstaltungen statt, wie zum Beispiel ein 10-km-Lauf und ein Kinderlauf.
Der Vienna City Marathon hat eine große Rolle bei der Förderung eines gesunden Lebensstils und der körperlichen Fitness gespielt. Er hat viele Menschen dazu inspiriert, mit dem Sport zu beginnen, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern, und hat das Bewusstsein für die Bedeutung regelmäßiger Bewegung und eines aktiven Lebensstils geschärft. In den letzten Jahren haben die Organisatoren besonderes Augenmerk auf die Förderung umweltfreundlicher Praktiken gelegt, die darauf abzielen, die Umweltauswirkungen des Laufs zu reduzieren. Zum Beispiel werden wiederverwertbare Materialien verwendet.
Zudem ist der Stadtmarathon ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Wien, der den lokalen Unternehmen Millionen von Euro einbringt. Tausende Gäste aus aller Welt reisen für den Lauf an, übernachten in Hotels, essen in lokalen Restaurants und besuchen Museen und andere kulturelle Einrichtungen.
Diese einzigartige Veranstaltung positioniert die österreichische Hauptstadt als Top-Destination für Sporttourismus und zieht Menschen an, die Wien speziell besuchen, um am Marathon teilzunehmen oder ihre Freunde und Verwandten anzufeuern.
Der Jubiläumsmarathon

Im Jahr 2023 fand der 40. Marathon statt. Sondre Moen aus Norwegen und die Kenianerin Vibian Chepkirui führten die Starterlisten des Jubiläumsmarathons an. Insgesamt nahmen 36.000 Personen an der Veranstaltung teil, die von 400.000 Zuschauern aufmerksam verfolgt wurden.
Das Zielband, gehalten vom österreichischen Bundespräsidenten Van der Bellen, durchquerte der kenianische Läufer Samwel Mailu mit einem neuen Streckenrekord (2:05:08). Und Sondre Moen wurde mit 2:10:23 der schnellste Marathonläufer.
Im Frauenrennen gab es einen Doppelsieg für Kenia. Magdalyne Masai gewann das Rennen mit einer Zeit von 2:24:12, vor Agnes Keino, die in 2:24:25 ins Ziel kam.
Aus all dem Gesagten lässt sich schließen, dass der Marathon eine erstaunliche Veranstaltung ist, die die Kraft des Sports demonstriert, Menschen zu vereinen, einen gesunden Lebensstil zu fördern und lokale Gemeinschaften zu unterstützen. Er ist zu einem wichtigen Teil des sportlichen und kulturellen Erbes Österreichs geworden und wird zweifellos auch weiterhin Läufer inspirieren und motivieren.